Glasperlen - Taranis Kelten

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Glasperlen

Handwerke

Wussten Sie, daß Glas der älteste Werkstoff der Menschheit ist?
Schon bevor man über das Wissen wie Glas herzustellen ist verfügte, benutzte man Obsidian als Werkzeug.
Obsidian ist jedoch nichts anderes als Glas, welches durch natürliche Vorgänge (wie z.B. Vulkanausbrüche) quasi von der Natur hergestellt wurde.

Das Wissen, aus Sand und Beimengungen von Pottasche und (Schwer)metallen Glas verschiedenster Farbe und Konsistenz herzustellen war auch in der keltischen Zeit weit verbreitet.
Die Glasmacher der Kelten entwickelten hierbei einen sehr hohen handwerklichen und künstlerischen Standard.

Dies zeigt sich z.B. an den im Reinheimer Fürstinnengrab (Deutschland) gefundenen Augenperlen und Armreifen die bei der Herstellung eine große Fingerfertigkeit voraussetzten.
Kindern wurden teilweise auch eine grosse Anzahl von Glasperlen mit ins Grab gegeben wie es sich beispielsweise am Dürrnberg bei Hallein zeigt.

Die bedeutendsten Glasfunde jedoch machte man im Gräberfeld von Novo Maesto (Slowenien) hier wurden in den weit über 1000 Gräbern bedeutende Funde von Glasschmuck und Glasperlen gefunden.
Auch die kunstvollen Widderköpfchen, deren Herstellung einiges an Technik und Feingefühl erfordert, wurden dort gefunden.
Die Widderköpfe erfordern selbst heute an modernen Geräten ein hohes Maß an Feingefühl im Umgang mit dem heißen Glas - viel mehr jedoch wurde damals gefordert, als man die Glasperlen quasi über einem offenen Feuer herstellen musste und die Flammenhitze nicht so fein regulieren konnte, wie das heute der Fall ist.

Auch solche 'Maskengesichter' sind mit Glas und den Techniken herstellbar.

Die zum teil sehr feinen Verzierungen - Wellenmuster, Augenmuster, kleine Noppen erfordern ein gutes Augenmaß und eine sehr ruhige Hand.
Gleichzeitig muß man schnell arbeiten, einerseits dass die dünnen Glasstäbchen, die man für solche feinen Verzierungen verwendet, nicht zu schnell schmelzen und dann regelrecht 'weglaufen', andererseits darf das Glas auch ncht zu kühl werden, sonst springt es aufgrund von auftretenden Spannungsrissen.

Moya ist die Perlenmacherin der Gruppe.
Wo sie eine Schmiede mit Schamottkamin und Blasebalg zur Verfügung hat, zeigt sie die Glasperlenherstellung wie sie wahrscheinlich von unseren keltischen Vorfahren praktiziert wurde.
Wo dieses nicht vorhanden ist, greift sie notgedrungen auf moderne Gerätschaften zurück, um den Menschen die alten Techniken vorzuführen, mit denen die Kelten solch schönen Glasschmuck hergestellt haben.

 
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