Färben - Taranis Kelten

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Färben

Handwerke

Auch das Wissen, wie man Wolle mittels Pflanzen in verschiedensten Farben einfärben kann, war in keltischer Zeit schon weit verbreitet.
Normalerweise worde die fertig gesponnene Wolle direkt in entsprechender Farbe eingefärbt, jedoch kann man auch fertige Gewebe (dann aber nur einfarbig) in entsprechend großen Gefäßen färben.

So könnte eine typische mobile Färbeküche ausgesehen haben, mit der man bis zu 800 Gramm Wollstränge färben kann.
In einem Gestell, welches man mitten ins Feuer stellen kann, hängt ein kupferner Topf, in dem der Färbesud vor sich hin kocht.
Nbenbei steht ein Tontopf, in dem man die fertig gefärbte Wolle entweder auswäscht, oder aber mit Krapp färbt, der die ganze Zeit weit unter der Sidetemperatur bleiben muß.

Um Gelb zu färben beispielsweise, bietet sich die sogenannte Färbedistel an oder aber ganz profan Birkenblätter, die sich auch als harntreibender Tee gut gegen Krankheiten der Blase verwenden lassen.
Das Lila wird in der Regel mit Alkanawurzel gefärbt, jedoch experimentieren wir immer noch, wie die Kelten den lila Farbstoff aus der Wurzel gezogen haben - heutzutage kennen wir nur die Extraktion mit sehr hochprozentigem Alkohol (Spiritus z.B.).
Das Brennen hochprozentigen Alkohols war aber in damaliger Zeit nicht bekannt.

Besonders für ihre Blaufärbung mit Waid waren die Kelten bekannt.
Dieae Art Färbung ist sehr aufwändig und auch nichts für empfindliche Nasen - muss man doch den blauen Farbstoff erst durch einen Gärprozess aus der Pflanze ziehen.
Gärstoff war hierbei Urin, dem man die Pflanze beigemischt hat und den man dann etwa 3 Wochen an einem warmen Platz vor sich hinmodern lässt.

Dorothee ist eine der Färberinnen von Taranis und auf Veranstaltungen präsentiert sie nicht nur fertig gefärbte Wolle, sondern lässt die Besucher an ihrem enormen Wissenschatz teilhaben und färbt den ein oder anderen Wollstrang.

Moya färbt seit 2003 und hat sich in der Zeit durch viele Versuche einen reichhaltigen Wissensstand über die Zusammenwirkung verschiedener Färbe- und Beizstoffe erarbeitet.
Sie färbt auf Veranstaltungen ausgiebig und meist wird die so gefärbte Wolle nachher zu wunderschönen Bändern und Borten verwebt.

 
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